Europa Nostra

Das Tsarskoje Selo State Museum und ICOM Russland luden in den großen Katharinenpalast zur offizielle Verleihung des Preises “Europa Nostra” an Dr. Olga V. Taratynova, Direktorin vom Tsarskoje Selo State Museum ein. Continue reading

Im Ural!

Foto: http://de.dreamstime.com/stockfoto-demidovs-geneigter-kontrollturm-image16652890

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Nach dem ersten erfolgreichen und angefüllten Konferenztag in Jekaterinburg ging es heute noch tiefer in die russischen Weiten. In zwei Gruppen  machten sich die Teilnehmer auf, um ihre Sektionen vom Vortag in Nizhnyj Tagil und in Irbit fortzusetzen  und dies mit der Besichtigung der Museen vor Ort zu verbinden. Die Abfahrt war für 8.00 Uhr angesetzt und uns allen war wohl eine gewisse Erschöpfung anzumerken. Unsere Gruppe machte sich auf den Weg nach Norden in Richtung Tagil. Während der einstündigen Fahrt erhielten wir weitere Informationen über die Stadt und die Region und genossen einen zunehmend bezaubernden Ausblick in die Natur und ihre unendlichen Weiten, die meisten allerdings nutzten diese kurze Konferenzpause für einen Power Nap. Continue reading

Museums and “Hard History”

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What’s “hard history?”  It’s not difficult to find hard to talk about subjects in any of the three countries who sponsored the conference and this session on Thursday, September 11 included talks from three nations, plus more, in a session at the Museum of Religion.  But the three primary foci were on the legacies of World War II; of the Soviet times; and of colonialism.

A post about all the speakers in detail would be far too long, so I’ll attempt to explore just a few points that interested and intrigued me within these themes.  Dr. Franziske Nentwig of the Berlin City Museum talked about the relationships of the post-war museums in that city.  The German-Russian Museum in Berlin was initially founded as a museum of German-Russian relations solely for the Russian military–originally local people did not have any access so now the challenge is to make it appealing for both locals and visitors.   Its founding principles still mean that the war is presented from a Soviet military perspective, making it in the only place in history to have a Russian history of that war; while the Allierton Museum, the Allied Museum) tells the story of post-war Berlin from the perspective of the three Western allies.  Having such a richness of museums means that the Berlin City Museum can be, as Neuwig said, “a key to the door of the city history.”

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Das neue Weltkriegsmuseum in Carskoe Zelo

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Foto: http://rbth.com/arts/2014/08/24/first_world_war_i_museum_in_russia_opens_near_st_petersburg_39229.html

Der Besuch des im August eröffneten Weltkriegsmuseums war einer Programmänderung zum Opfer gefallen und bei unserem gestrigen Besuch der Zarenresidenz vor den Toren von Petersburg nicht mehr vorgesehen. Ich habe dennoch einen Vorstoß gewagt und tatsächlich fanden sich noch einige andere russische Kolleginnen, die die Gelegenheit für einen Besuch des ersten und einzigen Museums zum Ersten Weltkrieg in Russland nutzen wollten. Zusammen sind wir die 20 Minuten durch den wunderbaren Park des Schlosses zum Gebäude der alten Rüstkammer gelaufen. Nur von weitem konnten wir die kleineren Paläste sowie den Weißen Turm sehen, die erst kürzlich restauriert oder umgestaltet wurden und der Öffentlichkeit übergeben worden.

Ein Gebäudekomplex wies uns schon den Weg zu unserem Thema, dem Ersten Weltkrieg. Dort hatten die Zarenkinder während des Weltkrieges gespielt, in der Außenanlage erkennbar an den „Schützengräben“. Continue reading

Музеи и развитие общества

unnamed-1Irina Chuvilova submitted this report on Section 2 of the very full day of September 11, on Museums and the development of society.

Работа началась с осмотра экспозиций Государственого музея политической истории России, что явилось хорошим импульсом для начала дискуссии.Часть экспозиций обновлена и производит достойное впечатление и концептуальным подходом, и дизайном. Конечно, архитектурные и функциональные особенности зданий музея создают особые трудностидля размещения музейных памятников такой тематики в специфических пространствах дворцового характера. Тем более значимым представляется то, что удалось сделать на сегодняшний день нашим коллегам.

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Alt trifft neu. Impressionen von der Manifesta II

Generalstabsgebäude der Eremitage

Generalstabsgebäude der Eremitage

MANIFESTA ist eine wandernde europäische Biennale zeitgenössischer Kunst.
Zwei Jubiläen gilt es in 2014 zu feiern: 20 Jahre MANIFESTA 10 und 250 Jahre Eremitage.
Schauplatz sind verschiedene Standorte der Eremitage. Alt trifft neu.

Beeindruckende Raumfluchten bietet das ehemalige sowjetische Ministeriums für äußere Angelegenheiten der Hauptausstellung:das heutige General Staff Building. MANIFESTA 10 will einen kritischen Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre werfen aus russischer und internationaler Sicht. Kuratiert von Kasper König im Auftrag vom Generaldirektor der Eremitage, Dr. M. Piotrovski, präsentieren zeitgenössische Künstler ihre Werke als Referenzen an die Eremitage. Continue reading

Artilleriebeschuss auf der Festung

WIN_20140911_084436Das Thema der ersten Sektion war heikel und kontrovers, der Kanonenschuss um 12.00 Uhr hat die Teilnehmer trotzdem kalt erwischt. Erst die Erklärung der Kollegen, dass es sich nicht etwa um eine russische Reaktion auf die Diskussion handele, sondern um eine tägliche Tradition, konnte das Auditorium beruhigen und trug zur weiteren Entspannung angesichts vieler brisanter Themen bei.

Die Rede ist hier von der ersten von vier Sektionen der Konferenz an diesem Tag, die in leider so weit voneinander entfernten Museen stattfanden, dass es unmöglich war, zwischen den Veranstaltungen zu wechseln. Schade, denn in jeder Sektion gab es interessante Vorträge, die zu hören sich gelohnt hätte. Ich aber habe mich für „Museen und Außenpolitik“ entschieden, die im Museum für die Geschichte der Stadt St. Petersburg in der Peter und Paul-Festung stattfand. Der mit Glas überdachte Innenhof der ehemaligen Kommandantur, in dem sich heute die Dauerausstellung des Museums zur Geschichte der Stadt befindet, bot der Konferenz unter dem sonnigen Petersburger Himmel einen ebenso würdigen wie schönen Ort. Continue reading

We Share the Same Problems

P1030843_2In the sessions of the afternoon of September 10, we discovered how many issues we share transnationally;  how similar problems of our museums’ relationship to politics is both complex and important.

Hermann Schäfer of Germany began by taking on the task first of thinking about the conference title itself; saying that Germans would avoid using the word power in this context; but in Russian it has been.

He then proceeded to a fascinating explication of how the interests of museums and of politicians converge and diverge.  Museums are future oriented with our work of collection, preservation and education; while politicians are present-oriented, concerned with the next elections.

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Die Diskussion geht weiter!

Generalstabsgebäude der Eremitage

Generalstabsgebäude der Eremitage

Auch der Vormittag des zweiten Tages der Konferenz brachte viele neue Anregungen. Vorträge waren heute von deutschen, amerikanischen und russischen Kollegen sowie, zum Auftakt, von Wim de Vos aus Belgien zu hören. Zu Beginn unterstrich Michael Henker, Präsident ICOM Deutschland, noch einmal die Bedeutung dieser Konferenz gerade hier in St. Petersburg und auch angesichts der Krise. Immer wieder, so Henker, hätten sich die drei Nationalkomitees darüber verständigt, wie mit der aktuellen Lage umzugehen sei. Man  habe sich ganz bewusst entschieden, an der Konferenz festzuhalten. Wichtig sei es, die Gesprächskanäle offen zu halten, um so die Basis für eine gemeinsame Lösung der Probleme zu festigen.

Als erster Redner sprach Wim de Vos, Vorstandsmitglied von ICOM International. Continue reading

Impressionen von der Manifesta

manifesta2Im Rahmen der Tagung hatten wir das, wie ich finde, große Glück, auch die Manifest zu besuchen, die Ausstellung internationaler zeitgenössischer Kunst in der Ermitage, zu der es im Vorfeld und auch jetzt noch immer wieder so heftige Diskussionen gegeben hat. Während die „westliche Welt“ Bedenken äußerte, eine solche Ausstellung überhaupt in Russland und dann auch noch vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise zu zeigen, gab es auf russischer Seite viele Stimmen, die der hierzulande weiterverbreitenden Meinung Ausdruck verliehen, „solche“ Kunst und „westliche Dekadenz“ brauche man hier nicht und schon gar nicht in einem der traditionsreichsten Museen des Landes.

Einen Eindruck von diesen russischen Sorgen habe ich im Rahmen einer Führung mit einer der russischen Gruppen erfahren. Continue reading

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