Международное сотрудничество в контексте национальной и региональной культурной политики: опыт и перспективы (Россия и Германия)

o-COMMUNICATION-SKILLS-facebookAnother abstract, this time in Russian, from German and Russian colleagues about bi-national collaborations.

В контексте сотрудничества в области культуры России и Германии, взаимного интереса органов управления культурой Федеральной земли Бавария, Рязанской области и Республики Хакасия, музейные профессионалы Земельной службы негосударственных музеев Баварии и Сектора музейной энциклопедии Российского института культурологии (далее РИК) инициировали ряд музейных проектов. Такой опыт сотрудничества координирующих центров в области музейного дела на фоне культурной политики конкретных регионов, позволяет выстраивать многоканальную коммуникацию на разных уровнях, выявлять актуальные проблемы музейного дела региона и находить формы взаимодействия (выставки, конференции, семинары), отвечающие специфике разных сегментов профессионального музейного сообщества в целях развития региональных музеев. Continue reading

Museums as ambassadors and political players? Impulses for German-Russian relations

This blog has already provided many important and interesting suggestions for my conference talk. Thanks to all colleagues for their comments to my contribution on German Russian museum relations. However, also many other contributions and comments have inspired me. Today I will share my theses and again I am looking forward to further impulses.

UnsereRussen

Exhibition “Our Russians – our Germans”, 2007 Berlin

German-Russian relations are not at their best. Recently, the crisis in Ukraine, tightened controls of the political foundations, and continuous discussions about the development of the civil society and the human rights situation in Russia have been straining the [mutual] relationship. Even the otherwise always prospering business community complains about decreasing turnovers and in the cultural sector rifts are clearly visible despite claims to the opposite by the German state-minister for cultural affairs.

History shows that such periods of estrangement have repeatedly occurred in the past in spite of a generally good relationship. The low point of course was the catastrophe of German policy of extermination in East Europe during the Second World War. This tragic period is documented by the German-Russian museum in Berlin-Karlshorst. It is, besides the Allied Museum, a unique institution of international museum cooperation in Germany. The importance attributed to the German-Russian relationship by the German Federal Government is shown by the fact that it is one of the very few museums fully financed by the Federal Government. Continue reading

1914-2014 – Der Weltkrieg im Museum

Eröffnung der Ausstellung im Deutschen Historischen Museum

Eröffnung der Ausstellung im Deutschen Historischen Museum

In der letzten Woche hat das Deutsche Historische Museum eine große Ausstellung zur Geschichte des Ersten Weltkrieges eröffnet. Zwar thematisiert die Ausstellung selbst die Ereignisse zwischen 1914 und 1918, doch hat die internationale Zusammenarbeit bei den Vorbereitungen der Ausstellung mit Leihgaben vieler Länder, darunter Großbritannien, Frankreich, Polen und Russland, auch die Frage einer gemeinsamen europäischen Erinnerung aufs Neue gestellt. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussion über eine kollektive europäische Identität ist dies ein durchaus politisches Thema für viele Museen. Continue reading

Deutsch-Russische Museumsbeziehungen – Германо-российские музейные отношения

Quelle: http://www.germanyinrussia.ru/

Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Komplikationen ist es mir ein Anliegen, den Blick auf die Vielfalt und Breite der deutsch-russischen Kooperationen im Museums- und Ausstellungsbereich zu lenken. Welche Museen pflegen regelmäßige Kontakte, einen Austausch oder planen gemeinsame Ausstellungen? Welche anderen Kooperationsprojekte, etwa in den Feldern Ausbildung, Museumspädagogik, Forschung, Sammlungen gibt es zurzeit? Wie sind die Erfahrungen russischer und deutscher Kollegen? Continue reading

Museum & Politik: Blitzlicht Stadtmuseen Berlin

© Stadtmuseum Berlin (Foto: Michael Setzpfandt)

© Stadtmuseum Berlin (Foto: Michael Setzpfandt)

Dr. Franziska Nentwig, Generaldirektorin
Stiftung Stadtmuseum Berlin im Gespräch

Frau Nentwig, Sie leiten fünf sehr unterschiedliche Museen unter dem Dach der Stiftung Stadtmuseum Berlin. In einem Film über die Museen sprechen Sie von Ihrem Haus als “Stenograph und Gedächtnis Berliner Geschichte und Kultur”. Welche Rolle spielen Museen für Sie bei der Formung und auch Weiterentwicklung kollektiver Identitäten, in diesem Fall Berlins – einer Stadt, die zugleich Hauptstadt Deutschlands und zugleich ein einzigartiges Symbol für die kulturelle und internationale Vielfalt unseres Landes ist?

Museen sind qua Aufgabe Orte der Erinnerung. Sie bewahren, erforschen Sachzeugnisse der Vergangenheit und präsentieren sie – und das macht für mich ganz persönlich den eigentlichen Reiz der Arbeit im Museum aus – im Kontext gegenwärtiger Fragestellungen. Im Fall der Stiftung Stadtmuseum Berlin und ihrer fünf Museumsorte geht es um Objekte der Kultur und Geschichte. Sie repräsentieren auf vielfältige Weise Lebensäußerungen von Menschen, für die Berlin Heimat oder gewählter Lebensort war. Continue reading

The Guillotine: On display or not?

The newspaper “Sueddeutsche Zeitung” recently reported about the discovery of a guillotine in the museum depot of the “Bayerisches Nationalmuseum”. Since then a controversial discussion has emerged, not only among the experts. This guillotine is not just any killing machine, it is without much doubt the device that was used to execute Hans and Sophie Scholl and Christoph Probst on February 22, 1943. Should an object like this be put on display at all? Continue reading

Museumspolitik und die Freiheit der Kultur

Museen im Spannungsfeld zwischen statistischer Selbstdarstellung und Daseinsvorsorge

Autor: Dr. Dr. Markus Walz, Professor für Theoretische und Historische Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

1. Museen sind unpolitisch
Am Anfang vieler Museen stehen urpersönliche Leidenschaften für bestimmte Dinge, individuelle Forschungen und Naturbeobachtungen, bei denen Sammlungsstücke zusammenkommen, oder, als geläufigste Motivation, Befürchtungen, dass bestimmte Dinge verschwinden könnten, so sie nicht „gerettet“ werden. Manche Sammelnden verstanden es, Sympathie für ihr privates Anliegen zu wecken und so eine Interessengruppe hinter sich (oder taktischer: vor sich) aufzustellen. Gewiss, es gibt etliche staatstragende Museen, die aus fürstlichen Sammlungen hervorgingen oder von der Obrigkeit mit großer Geste eröffnet wurden, doch ist dies nicht der Regelfall. Gesellschaftlich relevant, „politisch“ wurden viele Museen erst im Laufe ihrer Existenz.
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